Nach der Corona-Pandemie hatte die Bezirksschülerinnenvertretung Dortmund, kurz BSV, Schwierigkeiten, wieder dauerhaft Fuß zu fassen. Mit dem Ratsbeschluss zum Partizipationskonzept (PDF, 1 MB) entstand jedoch eine wichtige Chance für einen Neustart.
Die Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung nahm Kontakt zu den Schülerinnenvertretungen der Dortmunder Schulen auf, lud sie zu einem gemeinsamen Treffen ein und unterstützte die Jugendlichen dabei, die nächsten Schritte zu entwickeln. In mehreren weiteren Treffen wurde anschließend beraten, wie die BSV neu aufgebaut und langfristig als feste Stimme der Dortmunder Schülerinnen in der Stadt verankert werden kann. Dabei fand sich eine engagierte Gruppe junger Menschen zusammen, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und den Wiederaufbau aktiv mitzugestalten. Da für eine handlungsfähige BSV bestimmte demokratische und organisatorische Strukturen notwendig sind, wurden gemeinsam mit dem Fachbereich Schule und weiteren Beteiligten passende Unterstützungsmöglichkeiten erarbeitet.
Als nächster wichtiger Schritt soll nun eine konstituierende Bezirksdelegiertenkonferenz, kurz BDK, stattfinden. Sie ist das höchste beschlussfassende Gremium der BSV und setzt sich aus gewählten Vertreterinnen der Dortmunder Schülerinnenvertretungen zusammen. Auf dieser Konferenz soll ein neuer Bezirksvorstand gewählt und das weitere Vorgehen gemeinsam festgelegt werden. Außerdem können Delegierte bestimmt werden, die Dortmund bei der Landesschülerinnenvertretung Nordrhein-Westfalen vertreten und dort an landesweiten Diskussionen und Entscheidungen mitwirken.
Gerade weil Dortmund eine große Zahl an Schüler*innen hat, ist eine starke und gut organisierte BSV besonders wichtig: Sie ermöglicht es jungen Menschen, ihre Interessen schulübergreifend zu vertreten, eigene Themen auf die politische Tagesordnung zu setzen und sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene gehört zu werden. Der geplante Neustart ist deshalb ein bedeutender Schritt für mehr Mitbestimmung, Vernetzung und demokratische Beteiligung an den Dortmunder Schulen.
